Hildegardis-Schule Bochum

„Lernen lernen"

– die Arbeit in der Erprobungsstufe -

Der Übergang aus der Grundschule in das Gymnasium bedeutet für die betroffenen Schülerinnen und Schüler eine deutliche Veränderung: An die Stelle des in vielfacher Hinsicht überschaubaren Lernorts Grundschule tritt das umfangreiche System des Gymnasiums: ein größeres und daher zunächst wenig überschaubares Gebäude, die deutlich höhere Zahl der Parallelklassen in den einzelnen Jahrgangsstufen, oftmals höhere Klassenstärken, neue Mitschülerinnen und Mitschüler, das konsequente Fachlehrersystem, unbekannte Lehrkräfte, eine erhöhte Fächerzahl mit teilweise neuen Fächern, das wenig flexibel zu handhabende zeitliche Raster der Unterrichtsverteilung sowie die erhöhte Tages- und Wochenstundenzahl.

Um damit vielleicht entstehende Ängste zu minimieren, Probleme möglichst gar nicht aufkommen zu lassen bzw. schnell zu erkennen und zu lösen, ist die Hildegardis-Schule bestrebt, den Übergang von der Grundschule so gut wie möglich vorzubereiten und die neuen Sextanerinnen und Sextaner auf ihrem Weg durch die beiden Schuljahre der Erprobungsstufe in einem besonderen Programm pädagogisch zu begleiten.

In der Zielperspektive geht es dabei um die Entwicklung und Stärkung nachfolgender wesentlicher mentaler Voraussetzungen.

Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen:

Diese unter dem Titel „Lernen lernen" gefasste Arbeit in der Erprobungsstufe betrifft dabei die folgenden Bereiche bzw. Phasen:

Vorbereitende und begleitende Kooperation mit den Grundschulen

Ziel der seit Jahren an der Hildegardis-Schule praktizierten Zusammenarbeit mit den Grundschulen, die sich aufgrund des zweisprachig deutsch-französischen Zweiges nicht nur auf den vom Schulträger vorgegebenen engeren Bereich unseres Schuleinzugsbezirks, sondern auf das gesamte Stadtgebiet bezieht, ist es, die jeweiligen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler, die sie aus den Grundschulen mitbringen, besser kennenzulernen, die wechselseitigen Erwartungen von Grundschulen und Gymnasium auszutauschen und dabei voneinander zu lernen.

Als Maßnahmen sind im einzelnen zu benennen:

Vorbereitungs- und Einführungsphase

Die Hildegardis-Schule ist bestrebt, den Eltern/Erziehungsberechtigten noch vor dem Übergang in das Gymnasium Informationen und Erfahrungen zur Erleichterung einer gesicherten Entscheidung zu geben. Dies geschieht im einzelnen durch:

Unterrichtsbegleitende Maßnahmen

Abhängig von den der Schule zur Verfügung stehenden Lehrerstunden erhält die Klassenlehrerin/der Klassenlehrer eine zusätzliche Verfügungsstunde, die nach den jeweiligen Erfordernissen der Lerngruppe gestaltet werden kann. Der in den 3 ersten Schultagen praktizierte besondere Klassenlehrerunterricht wird etwa nach ¼ Jahr als Klassenlehrertag wiederholt.

Die lt. geltendem Wanderrahmenplan der Hildegardis-Schule zur Verfügung stehenden „Wandertage" sollen das Kennenlernen und Zusammenwachsen der jeweiligen Lerngruppe weiter fördern.

Die Begleitung der einzelnen Klassen während der beiden Jahre der Erprobungsstufe durch „Schülerpaten" aus der SV soll vom Schuljahr 1999/2000 an erprobt werden.

Der in den Jahrgangsstufen 5 und 6 stattfindende Wettbewerb „Unser Klassenraum soll schöner werden" zielt auf die Schaffung individueller Lernräume ab, die geeignet sind, die Schülerinnen und Schüler zum positiven Umgang mit Räumen und Inventar anzuhalten. Die jeweiligen Preise werden vom Förderverein der Schule zur Verfügung gestellt.

Aus den beim Schulfest erwirtschafteten Mitteln wurden – in Anknüpfung an das Grundschulkonzept der „bewegten Schule" -  Spielgeräte angeschafft, die den Klassen der Erprobungsstufe für die Gestaltung von Klassentreffen, Spielnachmittagen u.ä. zur Verfügung stehen.

Im Zusammenwirken von Klassenleitung und Fachlehrern werden die Schülerinnen und Schüler in fachübergreifende Organisationsstrategien und Lernmethoden eingeführt:

1. Hilfen zur Einrichtung des Arbeitsplatzes

2. Nutzung eines Aufgabenheftes

3. Bewältigung der Hausaufgaben (mit Tips zu einzelnen Fächern)

4. Lernstrategien

5. Selbstmotivation und positives Denken

6. Konzentriertes und planvolles Arbeiten

7. Vokabeln lernen

8. Klassenarbeiten vorbereiten

9. Konfliktvermeidung und –lösung

10. Verhaltensregeln in Klassenraum und Schule

Besondere Unterrichtsvorhaben

Fachübergreifende und fächerverbindende Unterrichtsvorhaben knüpfen an entsprechende Lernformen der Grundschule an.

Eine erste Heranführung an die Nutzung der modernen EDV-Medien in den jeweiligen Fachunterrichten - wie z.B. Einsatz von Encarta-Programmen zur Informationsbeschaffung, E-Mail-Projekte mit den Partnerschulen der Hildegardis-Schule, Euklid-Programm in der Geometrie u.a. – bildet die Vorbereitung auf die systematische Einführung in die Handhabung des PC in der Jahrgangsstufe 7.

Abhängig von den der Schule zur Verfügung stehenden Lehrerstunden werden in den Jahrgangsstufen 5 und 6 bei Bedarf Förderunterrichtsgruppen in den schriftlichen Fächern eingerichtet. Die Teilnahme erfolgt auf Vorschlag der Fachlehrer/innen nach Rücksprache mit den Eltern/Erziehungsberechtigten.

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Die Hildegardis-Schule bietet an:

Die Beratung von besonders begabten Schülern/innen und deren Eltern durch Frau OStR‘ Dörr-Hartunger; Termin nach Vereinbarung.

zuletzt geändert am 29.05.2003