Herausforderungen des 21. Jahrhunderts – Situations- und Bedingungsanalyse

Die Globalisierung und ihre vielschichtigen Konsequenzen, die Verflechtung der Weltfinanzmärkte, die Informationsverbreitung und Informationssteuerung mit modernen Medien, und die derzeitige brisante Weltlage beunruhigen den modernen Menschen.

Die Konzentrationsprozesse in der Wirtschaft bedrohen Arbeitsplätze und Lebensstandards und erfordern daher eine ständige Neuorientierung sowie deren finanzielle Absicherung durch private Vorsorge.

Die Gentechnik bietet für die Wissenschaft die Möglichkeit, aber auch die Gefahr zu bisher unvorstellbaren Entwicklungen.

Der Rückgang fossiler Brennstoffe sowie das Gefährdungspotential durch bestehende Atomkraftwerke zwingen zur Erforschung und Anwendung alternativer Energien.

Europa wächst zusammen unter einer gemeinsamen Währung und erlaubt den Mitgliedern der EU, Studienort und Arbeitsplatz europaweit zu suchen.

In Deutschland herrscht Verunsicherung angesichts einer sich verändernden Bevölkerung, deren Wachstum sich stark verlangsamt, deren Anteil an älteren Menschen zunimmt und deren Zusammensetzung sich durch Migration verändert.

Latente oder manifeste Fremdenfeindlichkeit und Demokratieverdruss sind deutliche Anzeichen dafür, wie grundlegend der soziale Wandel ist.

Der Verlust traditioneller Werte steht der wachsenden Konsumorientierung und der medialen Reizüberflutung gegenüber. In diesem Widerspruch muss das moderne Individuum seine Identität suchen.

Eine neue politische Gewichtung von Bildung und Erziehung ist in diesem Rahmen unerlässlich.

Dies alles hat Auswirkungen auf unsere Kultur, Gesellschaft und somit auf die Zukunft der Schule.

 

 

 

 

Folgerungen für die Zukunft der Schule

Dem Erwerb von

Fremdsprachen kommt eine größere Bedeutung zu, die naturwisssenschaftliche Bildung muss intensiviert werden und neben dem analytischen Denken erhält angesichts der Orientierungskrise das konspektiv-komplexe Denken immer mehr Gewicht. Gegen nur punktuelles Fachwissen müssen das Denken in Zusammenhängen sowie die Fähigkeit zum Transfer gefördert werden.

Das Zusammenleben mit Menschen verschiedener kultureller Kontexte verlangt Sensibilität und die Problematik ethischer Werte in einer

offenen Gesellschaft bedarf einer Fundierung gerade in der Schule.

Angesichts der Datenflut und ihrer Beherrschung ist die Kenntnis von

Informationsbeschaffung, - beurteilung und – verarbeitung aus dem Basiswissen nicht mehr wegzudenken. Das Verständnis wirtschaftlicher Abläufe und Zusammenhänge sowie finanzieller Abhängigkeiten muss auch unter Anwendung neuer unterrichtlicher Methoden und durch Projekte ( z.B. Initiativkreis Ruhrgebiet, Projekt „Junior", Kooperation Schule-Wirtschaft/KSW ) beflügelt werden. Insbesondere muss über die Finanzierung dieser Projekte ( Sponsoren, Firmen, Stiftungen ) nachgedacht werden, da die Idee der „Schule zum Nulltarif" schon lange hinfällig ist.

Auch die Eltern sollten der Schule ihr Know-how aus den jeweiligen Berufsfeldern zur Verfügung stellen und ihrerseits eigene Erziehungshorizonte erweitern.

 

 

Das Schulprogramm der Hildegardis-Schule

Neben den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern und der Erziehung im Sport sind drei inhaltliche Schwerpunkte im Schulprogramm der Hildegardis-Schule verankert.

Im sprachlichen Bereich verfügt die Schule über einen bilingualen deutsch-französischen Zweig mit der Möglichkeit zum gleichzeitigen Erwerb von deutschem Abitur und französischem Baccalauréat.

Sie besitzt ein fremdsprachliches Medienzentrum mit Bibliothek (CDI = Centre de documentation et d’information).

In der Sekundarstufe II (gymnasiale Oberstufe) werden neben Englisch, Französisch und Latein auch Spanisch, Italienisch und Hebräisch angeboten.

Kombikursangebote (z.B. E/GE) unterstützen fachübergreifendes Lernen im Wahlpflichtbereich II.

Die kulturelle Kompetenz wird durch Schulpartnerschaften, Schüleraustausch, Studienfahrten und Projektarbeit (Comenius-Projekt) gefördert.

Der künstlerisch-musische Schwerpunkt dient der Förderung und Entwicklung der eigenen Kreativität und lässt diese einfließen in Projekte wie Theater, Musical, Konzerte und Ausstellungen.

Der mathematisch-naturwissenschaftliche Bereich bietet neben der Basisausbildung Kombikurse im Wahlpflichtbereich II, von denen der M/PH-Kurs an einem industriellen Forschungsprojekt in Verbindung mit der Aral-Forschung GmbH teilnimmt.

Die Hildegardis-Schule ist Pilotschule für den Regierungsbezirk Arnsberg in einem Modellversuch der Bund-Länder-Kommission (BLK) zur Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts.

Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern (GÖS) betrifft u.a. z.B. „Lernen im Tierpark!" und „Lernen im Planetarium".

 

 

In der Erprobungsstufe beginnt die Umsetzung des Vorhabens „Lernen lernen" zur Erlangung von Methodenkompetenz, die in der Jahrgangsstufe

11 durch ein einwöchiges Methodenseminar vertieft und gefestigt wird.

Erste Begegnungen mit den neuen Medien finden schon in der Erprobungsstufe statt. In der Jahrgangsstufe 7 erfolgt als Angebot für die einzelnen Klassen die grundsätzliche Einführung in die Handhabung des PC durch Vermittlung von Basiswissen sowie durch Internetrecherchen in unterschiedlichen Fächern.

In der Sekundarstufe II beginnt der Einsatz von CAS-Rechnern und grafikfähigen Taschenrechnern, deren Anschaffung sich durch die Finanzlage der Schule z.Zt. leider verzögert. Der Verein der Freunde der Hildegardis-Schule kann nur begrenzt Hilfe leisten.

Die Jahrgangsstufe 10 absolviert ein zweiwöchiges Praktikum zur Erkundung der Berufswirklichkeit, die Jahrgangsstufe 12 führt ein zweiwöchiges Berufsinformationspraktikum durch.

 

Hinweis: Das Projekt "Hildegardis 21" initiiert einen ständigen und sich fortentwickelnden Dialog zwischen Eltern, Lehrern und Schülern. Die vorliegende Seite ist als Zusammenfassung und Ausgangspunkt für vielfältige Initiativen zu verstehen.